Wissen, Repräsentation und Herrschaftspraxis am Hof Kurfürst Augusts von Sachsen.
4-5 October, 2026
Der Mathematisch-Physikalische Salon der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und die Professuren für Geschichte der Frühen Neuzeit an den Universitäten in Dresden, Leipzig und Münster veranstalten eine internationale Tagung mit dem Titel „Wissen, Repräsentation und Herrschaftspraxis am Hof Kurfürst Augusts von Sachsen (1526–1586). 500 Jahre und viele offene Fragen“.
Als der einflussreichste protestantische Reichsfürst sowie Sammler und Anwender wissenschaftlicher Instrumente und technischer Werkzeuge ist August von Sachsen seit Generationen Gegenstand politik- wie kunsthistorischer Geschichtsschreibung. Die Tagung setzt sich daher zum Ziel, objekt- und sammlungsbezogene Forschung mit den methodischen Innovationen der Wissensgeschichte zu verbinden und etablierte Geschichtsbilder des Kurfürsten (‚Vater August‘, ‚Friedensfürst‘, ‚Begründer der Kunstkammer‘) zu hinterfragen. Augusts Tätigkeiten als Landvermesser und Gärtner werden ebenso diskutiert wie sein Engagement in der Alchemie, Mineralogie und Himmelskunde. Der Blick wird damit auch auf Akteure, Räume und Institutionen gerichtet, die bisher zu wenig Beachtung gefunden haben, für das Verständnis des Hofs und der Regierungsweise Kurfürst Augusts aber zentral waren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der materiellen Kultur des Wissens, seiner Produktion, Nutzung und Inszenierung – und damit auf den Funktionen von Wissen für Hof und Herrscher.
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